Hagen aus der Halle geblasen
Samstag, den 30. Januar 2010 um 22:30 Uhr

ratiopharm Ulm schlägt Phoenix Hagen mit 87:72 (38:30). Eine ausverkaufte Kuhberghalle bläst gemeinsam mit Radio-7-Moderator Jack zum Angriff. Kevin Martin bleibt bis Saisonende.

Das Motto des Abends war klar formuliert: „Wir blasen zum Angriff“, hatte sich ratiopharm Ulm mit Unterstützung von Radio 7 vor dem Heimspiel gegen Hagen auf die Fahnen geschrieben. Schließlich rangierten die Gäste vor dem Tip-off in der ausverkauften Kuhberghalle in der Tabelle mit nur einem Sieg weniger lediglich zwei Plätze hinter den Ulmern. Im richtungsweisenden Spiel um den Klassenerhalt sollte Angriff also die beste Verteidigung sein. Und dem war dann auch so - zumindest ab dem zweiten Viertel. Mit 21:12 hatten die Ulmer den zweiten Spielabschnitt gewonnen. Der holprige Beginn nach einer dreiwöchigen Ligaspielpause war wie weggepustet. „Ich habe befürchtet, dass wir Startschwierigkeiten haben könnten“, gesteht Mike Taylor. „Hagen war heiß und wir haben seit unserem China-Trip nicht mehr gespielt.“ Doch das Resultat dieser Fernostreise – nämlich dass die Mannschaft noch enger zusammengerückt ist - ließ sich dann im weiteren Verlauf des Spiels recht gut beobachten: Fünf Spieler punkteten zweistellig (Trice, Rowland, Burns, Benzing und Collins), 10 Mal wurde dem Gegner der Ball stibitzt, die eigene Fehlerquote (10 Tunrover) wurde dagegen niedrig gehalten. Man könnte auch sagen: „Wir haben als Team sehr gut gespielt“, wie es Mike Taylor formuliert.

Auch Hagens Coach Ingo Freyer nennt den Ulmer Sieg „verdient“ und spricht dem Sieger ein „mentale Überlegenheit“ zu. Die entscheidenden Fehler habe sein Team schon im ersten Viertel gemacht. „Für mich hat sich die 18:17-Führung wie ein Zehnpunkterückstand angefühlt“, so Freyer. Es muss dann so in der 22. Minute gewesen sein, als der Hagener Coach ahnte, dass es mit der Wiederholung des Hinspielerfolges (76:75) nichts werden würde. Die zweite Halbzeit war noch nicht einmal zwei Minuten alt, da nahm Freyer eine Auszeit. Dem vorausgegangen war eine der vielen „brillanten“ (Mike Taylor) Aktionen des überragenden Rocky Trice (13 Punkte, 8 Rebounds, 4 Assists, 2 Steals): Unter dem Ulmer Korb hatte Trice sich erst einen spektakulären Rebound gesichert, dann zu Per Günter gepasst, um anschließend ein punktgenaues Anspiel von Günther zum Fastbreak-Korbleger zu verwerten. Von Coast to coast heißt das - oder eben 42:32 für Ulm. Wie auch immer, für Hagen war es zu viel. Doch dies war erst der Anfang: Denn der Auszeit sollte bis zur 26. Minute eine Ulmer 11:4-Serie (53:36) folgen. ratiopharm Ulm hat längst die Kontrolle über ein Spiel gewonnen, das in der Anfangsphase so gar nicht für die Gastgeber gelaufen war.

4:11 stand es nach vier Minuten. Auch weil Hagens Chase Griffin, der 14 seiner 17 Punkte in der ersten Halbzeit erzielte, anfänglich von keinem seiner Gegenspieler gehalten werden konnte. Die Anspannung und die Bedeutung der so wichtigen Partie war den Ulmern vor 3000 Zuschauern deutlich anzumerken. Erst durch ein Dreipunkt-Spiel des Ulmer Neuzugangs Kevin Martin konnte das erste Viertel mit 17:18 beendet werden. Im zweiten Viertel war es dann Austen Rowland, der in der 13. Minute mit acht Punkten in Folge (zwei Dreier) für die 25:21-Führung sorgte. „Austen hat uns eine Menge Energie gegeben“, lobt Taylor. Als sich Chris Burns dann an Rocky Trices unwiderstehlichem Galopp über das Parkett ein Vorbild nahm, und ebenfalls „von Küste zu Küste“ preschte, stand es bereits 66:48 (32.) und der Hagener Wiederstand war gebrochen. Sehr zur Freude von Radio-7-Posaunist Jack, der im Chor mit zahlreichen Blasinstrumenten einen Höllenlärm machte.

Und Mike Taylor sollt auch nach Spielende noch eine Überraschung für die Fans bereit haben. In der Spielfeldmitte stehend fragte er die 3000 begeisterten Zuschauer, ob Center Kevin Martin in Ulm bleiben solle. In den aufbrausenden Applaus hinein gab es sich dann selbst die Antwort: „Kevin bleibt im Team. Ich bin sicher, er wird uns mit seiner Präsenz unter dem Korb noch sehr helfen.“ Drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und einen neuen Center – besser geht es kaum.

Für Ulm spielten: Günther (3), Betz (4), Trice (13), Collins (10), Bryant, Benzing (13), Humphrey (4), Burns (15), Grosse (4), Rowland (14), Martin (7).

 




2010 ratiopharm ULM - WE ENTERTAIN U

 
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Mittwoch, 1. September
19:00 ratiopharm Ulm vs. Crailsheim Merlins 77 : 72
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Turnier in Kirchheim
Samstag, 4. September
16:00 ratiopharm Ulm : VfL Kirchheim Knights 89 : 93
19:00 Saarpfalz Braves : EnBW Ludwigsburg 78 : 84
Sonntag, 5. September
14:00 ratiopharm Ulm : Saarpfalz Braves 77 : 69
16:00 VfL Kirchheim Knights: EnBW Ludwigsburg 82 : 78
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FRITZ&MACZIOL Cup
Freitag, 10. September
17:00 Tübingen : Gmunden -- : --
19:30 Ulm : Decin -- : --
Samstag, 11. September
17:00 Decin : Gmunden -- : --
19:30 Ulm : Tübingen -- : --
Sonntag, 12. September
13:00 Tübingen : Decin -- : --
15:00 Gmunden : Ulm -- : --
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Donnerstag, 16. September
19:30 in Strasbourg -- : --
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Samstag, 18. September
20:00 in Luxemburg vs. Pepinster -- : --
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Sonntag, 19. September
18:00 in Homburg vs. Kaiserslautern -- : --