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Frankfurt schlägt Ulm erstmals auswärts
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- Erstellt am Sonntag, 25. November 2012 20:15
ratiopharm ulm unterliegt den Fraport Skyliners mit 62:78 (31:35). Erstmals in dieser Beko BBL Saison gelingen Ulm weniger als 70 Punkte.
Thorsten Leibenath hatte es geahnt und er hatte es seinen Spielern wieder und wieder gesagt: „Es wird eines der physischsten Spiele dieser Saison“, hatte der Ulmer Head Coach das Gastspiel in Frankfurt vor dem ersten Tipoff charakterisiert. Genützt hat diese Erkenntnis nichts und das macht den 37-Jährigen besonders sauer. „Wir waren nicht bereit, physisch dagegen zu halten, obwohl wir das Team immer wieder davor gewarnt hatten“, ärgert sich Leibenath über den „pomadigen“ Auftritt seiner Mannschaft. Insbesondere für die rund 100 Ulmer Schlachtenbummler, die ihr Team aufopferungsvoll unterstützt hatten, tat es dem Trainer leid, dass „wir hier ohne den rechten Willen aufgetreten sind“.
Ganz im Gegensatz die Fraport Skyliners. Verletzungsgeschwächte Frankfurter, die ohne ihren Topscorer Ted Scott und Center Marius Nolte angetreten waren, machten den Gästen von Beginn an mit ihren wechselnden Verteidigungsformen mächtig Druck – und hatten Erfolg. Allein 7 Ballverluste provozierten die Skyliners in den ersten zehn Minuten (16:15). Lediglich Allan Ray ließ sich von der druckvollen, teilweise auch hektischen Atmosphäre, nicht anstecken: Der Shooting Guard erzielte 8 Punkte im ersten Viertel.
Doch offensiv war ein „heißer“ Allan Ray alleine natürlich zu wenig. So setzten sich die Gastgeber nach einem Dreier von Johnathan Jones in der 13. Minute mit 24:20 ab. Thorsten Leibenath bat seine Spieler unverzüglich zur taktischen Besprechung. Allerdings ohne den Spielfluss seines Teams nachhaltig ändern zu können. Einem weiteren Frankfurter Dreier folgte ein Ulmer Offensivfoul und in der 15. Minute stand 27:20 für Frankfurt. ratiopharm ulm hatte im zweiten Viertel bis zu diesem Zeitpunkt erst 4 Punkte erzielt, sich gleichzeitig allerdings fünf weitere Ballverluste eingehandelt. In der 17. Minute bestrafte Johannes Voigtmann die Ulmer Passivität mit einem Alley oop zum 20:30. Die Umstellung in der Verteidigung auf eine 1-3-1-Zone ermöglichte dann einen 6:0-Lauf und ließen das Ergebnis zur Halbzeit etwas freundlicher aussehen (31:35).
Die zweite Halbzeit begann aus Ulmer Sicht wesentlich aggressiver: Doch wenngleich ratiopharm ulm den Ball nun deutlich häufiger über John Bryants Hände im Korb unterbrachte, der Rückstand verkürzte sich durch zwei Frankfurter Dreier zunächst nicht (35:43, 23.). Ein Dreier von Philipp Schwethelm brachte die Gäste in der 25. Minute dann aber endlich in Schlagdistanz (42:43). Der Knoten wollte dennoch nicht platzen. Denn wenngleich die Ulmer Offensive durch Bryant Stabilität gefunden hatte, so ließ die Defense einen Frankfurter 8:0-Lauf zu (27.). Und die Gastgeber legten noch einen drauf – durch vier weiter Punkte zogen sie auf 55:42 davon (29.). Das dritte Viertel ging damit mit 13:24 verloren. Was neben der Diskrepanz in der Ballbehandlung auffiel (18 Ballverluste Ulm / 7 Frankfurt), war das unterschiedliche Aggressivitätslevel in der Verteidigung, abzulesen an den Steals (1 / 11).
Im vierten Viertel machte es kurz den Anschein, als ob sich die kurze Rotation der Frankfurter (nur 10 Spieler) allmählich doch bemerkbar machen würde. Jetzt war es ratiopharm ulm, das Druck machte und eine Chance witterte, doch noch einen Fuß in dieses zerfahrene Spiel zu bekommen. Angetrieben von Allan Ray kämpften sich die Gäste zurück. Mit einem Dreier von Lance Jeter reduziert sich der Rückstand auf 57:65 (36). Doch symptomatisch für den unglücklichen Auftritt der Ulmer an diesem Abend: Als erneut Jeter einen Fastbreak im Eins-gegen-eins abschließen wollte, kassierte er das Offensivfoul, anstatt auf 63:71 zu verkürzen. Als kurz darauf Allan Ray der 22 Ulmer Ballverlust unterlief, war der Comebackversuch zu Ende. In den verbleibenden knapp vier Minuten gelange Ulm nur noch ein Zähler, Frankfurt dagegen deren neun.
Für ratiopharm ulm spielten:
Günther (6), Betz (6), Theis, Ray (18), Esterkamp (2), Watts (11, 8 Rebounds), Schwethelm (3), Jeter (3), Nankivil (3), Bryant (10).
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