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Zielvorgaben erfüllt – Punkte erobert
ratiopharm ulm gelingt Revanche gegen Frankfurt: Das 74:66 (31:41) ist der 16. Sieg der Saison und basiert auf einer starken Verteidigung, die Frankfurt in der 2. Halbzeit nur noch 25 Punkte gestattete.
Ein Spiel mit zwei Gesichtern sahen die Zuschauer in der wieder einmal ausverkauften ratiopharm arena. Während Frankfurts Trainer Muri Kazurin mit den ersten 20 Minuten zufrieden sein konnte, freute sich Ulms Thorsten Leibenath besonders über die zweite Halbzeit, in der sein Team die Gäste bei nur 25 Punkten hielt. „Es gab viele positive Aspekte, die ich aus diesem Spiele ziehe – der wichtigste ist natürlich der Sieg“, so Leibenath. Verständlich, dass sich Gästetrainer Kazurin weniger zufrieden äußerte: „Ich habe meinen Spielern gesagt, dass es in der zweiten Halbzeit bei null losgeht – trotzdem haben wir jeden Fehler gemacht, den man nur machen kann.“ Was der eine bemängelte, lobte der andere Trainer. „Wir haben das Reboundduell gewonnen, Frankfurt unter seinem Punkteschnitt gehalten und weitestgehend ihre Fastbreaks unterbunden“, so Leibenath.
Die 6.000 Zuschauer mussten allerdings 2:10 Minuten stehen, ehe sie die ersten Ulmer Punkte bejubeln und sich setzen konnten (2:4). Bis zur ersten Ulmer Führung dauerte es dann noch einmal knapp zwei Minuten – erzielt von Phillip Schwethelm per Dreier zum 7:6. Der Mann des ersten Viertels war jedoch erneut John Bryant, der 9 seiner 18 Punkte in den ersten 10 Minuten erzielte. In der 7. Minute erhielt Bryant dann eine Verschnaufpause und Omar Samhan betrat erstmals das Parkett der ratiopharm arena. Und Samhan führte sich gut ein, erzielte seine ersten Punkte nach einem Offensivrebound in der 9. Minute (15:14). Dennoch tat sich der Vizemeister schwer gegen den schon im Vorfeld als „unangenehm zu spielende Mannschaft“ (Per Günther) identifizierten Gegner. In die erste Viertelpause ging es beim Stand von 18:18. „Es hat einige Zeit gedauert, bis wir uns an die Frankfurter Spielweise gewöhnt und vor allem Lösungen gefunden haben“, gesteht Leibenath.
Dann gab es ein weiteres Debüt. Und zwar das von Myles Hesson, der den angeschlagenen Keaton Nankivil vertrat. Bestimmt wurde das zweite Viertel allerdings von den Hessen, die sich mit einem 7:0-Lauf auf 25:18 absetzten (12.). Schwethelm erzielte in der 14. Minute die ersten Ulmer Punkte im zweiten Viertel. 7 Ballverluste hatten sich die Gastgeber bis dato geleistet und mussten mit ansehen, wie die Skyliners ihren Vorsprung in der 15. Minute auf 10 Punkte ausbauten (20:30). Erst als Per Günther mit einem energischen Drive das 24:30 erzielte und Sebastian Betz nach einem Esterkamp-Steal nachlegte, bekamen die Gastgeber „einen Fuß in dieses Spiel“ (26:30). In die Halbzeit gingen die Gäste dennoch mit einer 41:31-Führung. Den entscheidenden Unterschied nach 20 Minuten – neben der Ulmer Fehleranfälligkeit (9) – wies das Scouting in Korbnähe aus, wo die Frankfurter 22, Ulm lediglich 14 Punkte erzielte.
Die Antwort auf die Frankfurter Vorherrschaft unter den Körben fanden die Ulmer zu Beginn der zweiten Halbzeit allerdings aus der Distanz: Mit drei Dreiern (Esterkamp, zweimal Günther) verkürzten sie bis zur 26. Minute auf 42:45. Ein weiter Dreier von Lance Jeter fiel zum 45:48 durch die Reuse und als Esterkamp seinen 4. Dreier versenkte, war der Rückstand auf 49:50 geschmolzen (29.). Doch Frankfurt verteidigte seine Führung vor allem deshalb, weil es sich in den ersten drei Vierteln auf eine 71-prozentige Trefferquote aus dem 2-Punktbereich verlassen konnte.
Bezeichnend für dieses Spiel – auch die zweite Ulmer Führung wurde durch einen Dreier erzielt: Nämlich in der 31. Minute durch Daniel Theis (54:52). Das 57:55 besorgte Samhan. Bryant legte unter dem Brett zum 59:56 (34.) nach und erhöhte wenig später von der Freiwurflinie auf 61:56 (34.). Wenngleich Leibenath sich seines Jackets entledigt hatte, die Zeit des Entspannens war noch nicht angebrochen. Erst als Daniel Theis einen Dunking mit einem Bonusfreiwurf krönte und noch einen spektakulären Block draufsetzte, reifte die Siegesgewissheit (66:58). Als Günther den 11. Ulmer Dreier zum 71:60 im Korb versenkte war das Spiel 90 Sekunden vor dem Ende entschieden.
Dass er Allan Ray nur fünf Minuten eingesetzt hatte, erklärte Leibenath mit einem Virus-Infekt, der Allan schon während der Woche geschwächt hatte. Einen Einsatz Keaton Nankivils am Dienstag im Eurocup-Viertelfinale-Rückspiel stellte der Trainer zumindest in Aussicht. „Wir haben Keaton jetzt eine Woche Pause gegeben – ich hoffe, dass ihm das geholfen hat.“
Für ratiopharm ulm spielten:
Günther (18, 4 Ass.), Betz (3), Theis (7), Ray, Hesson, Esterkamp (12, 4/7 3er), Schwethelm (7), Jeter (3), Samhan (5), Bryant (19, 12).
Fotos: Thilo Hensel
Bildergalerie vom 09.03.2013




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